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Offener Biss beim Kind: Ursachen und Behandlung

Offener Biss beim Kind: Ursachen und Behandlung

Dr. med. dent. Sebastian Herbst

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Das Wichtigste in Kürze

  • Beim offenen Biss bleibt zwischen den oberen und unteren Schneidezähnen eine Lücke, obwohl dein Kind den Mund schließt. Bei Kindern ist es meist ein frontal offener Biss.

  • Häufigste Ursachen sind Daumenlutschen, der Schnuller und ein Zungendruck gegen die Zähne.

  • Die gute Nachricht: Endet die Lutschgewohnheit früh, kann sich ein lutschoffener Biss oft von selbst zurückbilden.

  • Bleibt die Lücke bestehen, gibt es sanfte Wege: Abgewöhnen, Übungen für Zunge und Lippen und bei Bedarf eine kieferorthopädische Frühbehandlung.

Ein offener Biss beim Kind fällt Eltern oft beim Lachen oder Essen auf: Die Frontzähne treffen nicht aufeinander, zwischen ihnen bleibt ein sichtbarer Spalt. Vielleicht lispelt dein Kind auch oder beißt Brot lieber mit den Seitenzähnen ab. Keine Sorge: Ein offener Biss ist bei Kindern häufig, gut erklärbar und in den meisten Fällen gut behandelbar. In diesem Ratgeber erfährst du, wie er entsteht, wann er sich von selbst zurückbilden kann und wie wir bei orthoSpace in Berlin-Lichterfelde vorgehen.

Was ist ein offener Biss?

Von einem offenen Biss sprechen wir, wenn sich obere und untere Zähne beim Zubeißen nicht berühren und eine Lücke offen bleibt. Bei Kindern betrifft das meist die Schneidezähne: Fachleute nennen das einen frontal offenen Biss. Deutlich seltener liegt die Ursache im Kieferwachstum selbst. Für dich als Elternteil ist vor allem eine Unterscheidung wichtig: Ist der offene Biss durch Gewohnheiten wie Lutschen entstanden oder steckt mehr dahinter? Genau das klärt eine kieferorthopädische Untersuchung.

Die häufigste Ursache: Daumen, Schnuller und die Zunge

In den allermeisten Fällen ist ein offener Biss im Kleinkindalter ein sogenannter lutschoffener Biss. Daumen oder Schnuller liegen über viele Stunden zwischen den Zahnreihen und wirken dort wie ein kleiner Platzhalter: Die Frontzähne können sich nicht vollständig zueinander entwickeln. Zusätzlich spielt die Zunge eine große Rolle. Legt sie sich in die entstandene Lücke oder drückt sie beim Schlucken gegen die Zähne, hält sie den Biss offen, selbst wenn Daumen und Schnuller längst Geschichte sind. Wie sich Lutschgewohnheiten auf Zähne und Kiefer auswirken und wie das Abgewöhnen liebevoll gelingt, haben wir in einem eigenen Ratgeber zusammengestellt: Daumenlutschen und die Zähne.

Kieferorthopäde untersucht einen offenen Biss beim Kind in der Praxis

Welche Folgen kann ein offener Biss haben?

Ein offener Biss ist mehr als eine optische Frage. Mögliche Folgen, wenn er über Jahre bestehen bleibt: Das Abbeißen mit den Frontzähnen fällt schwer, beim Sprechen kann ein Lispeln entstehen, weil die Zunge in die Lücke ausweicht, und häufig atmen betroffene Kinder vermehrt durch den Mund. Auch die Seitenzähne werden stärker belastet, weil sie die gesamte Kauarbeit übernehmen. Wichtig: Nicht jedes Kind entwickelt diese Folgen. Aber je länger die Lücke besteht, desto fester gewöhnen sich Zunge und Muskulatur an das falsche Muster. Deshalb lohnt sich der frühe Blick vom Fachmann.

Die gute Nachricht: Früh erkannt ist vieles umkehrbar

Das Schöne am kindlichen Kiefer: Er ist im Wachstum und damit sehr anpassungsfähig. Endet die Lutschgewohnheit früh, idealerweise im Kleinkindalter, kann sich ein lutschoffener Biss in vielen Fällen von selbst zurückbilden. Der Kiefer holt die Entwicklung nach, die Lücke schließt sich nach und nach. Genau deshalb ist das liebevolle, rechtzeitige Abgewöhnen von Daumen und Schnuller der wichtigste erste Schritt. Bleibt der offene Biss danach trotzdem bestehen oder ist dein Kind schon älter, heißt das nicht, dass etwas versäumt wurde. Es bedeutet nur: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich Unterstützung zu holen.

Wie wird ein offener Biss beim Kind behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach Alter, Ursache und Ausprägung. Sie beginnt fast immer sanft:

Alter und Situation

Was meist im Vordergrund steht

Kleinkind mit Lutschgewohnheit

Liebevolles Abgewöhnen von Daumen oder Schnuller, bei Bedarf unterstützt eine Mundvorhofplatte als Übergangshilfe

Kindergarten- und Vorschulalter

Beobachtung der Entwicklung, myofunktionelle Therapie für Zunge und Schluckmuster, bei Lispeln Zusammenarbeit mit der Logopädie

Wechselgebiss (etwa 6 bis 12 Jahre)

Kieferorthopädische Frühbehandlung mit herausnehmbaren Apparaturen, wenn sich der Biss nicht von selbst schließt

Jugendliche

Gezielte Korrektur, je nach Befund mit Alignern oder fester Zahnspange

Ein zentraler Baustein ist die myofunktionelle Therapie: gezielte Übungen, die der Zunge ihre richtige Ruhelage am Gaumen beibringen und das Schluckmuster trainieren. Ohne dieses Training kehrt der Biss auch nach einer Korrektur leichter in die Lücke zurück. Deshalb behandeln wir beim offenen Biss nie nur die Zähne, sondern immer auch die Muskulatur drumherum.

Myofunktionelle Therapie unterstützt die Behandlung beim offenen Biss des Kindes

So läuft es bei orthoSpace ab

Bei orthoSpace in Berlin-Lichterfelde schauen wir uns dein Kind in Ruhe an: Wie stehen die Zähne, wie liegt die Zunge, wie schluckt und atmet es, gibt es noch eine Lutschgewohnheit? Statt Abdruckmasse nutzen wir einen digitalen 3D-Scan, der auch für kleine Patientinnen und Patienten völlig unkompliziert ist. Danach besprechen wir gemeinsam, ob überhaupt behandelt werden muss, ob wir zunächst beobachten oder ob eine Frühbehandlung sinnvoll ist. Unser Grundsatz: früh erkennen, richtig einschätzen und nur dann behandeln, wenn es medizinisch sinnvoll ist. Mehr über unseren Ansatz für kleine Patienten findest du auf unserer Seite zur Kieferorthopädie für Kinder in Berlin.

Häufige Fragen

Wächst sich ein offener Biss von selbst zusammen?

Das kann passieren, wenn die Ursache früh verschwindet: Nach dem Abgewöhnen von Daumen oder Schnuller schließt sich ein lutschoffener Biss im Kleinkindalter oft von selbst. Hält die Zunge die Lücke offen oder liegt die Ursache im Kieferwachstum, braucht es in der Regel Unterstützung. Eine fachärztliche Einschätzung gibt dir Klarheit.

Ab wann sollten wir zum Kieferorthopäden?

Spätestens dann, wenn der offene Biss nach dem Abgewöhnen bestehen bleibt, dein Kind lispelt oder das Abbeißen schwerfällt. Grundsätzlich gilt: Eine frühe Kontrolle schadet nie, denn je früher wir hinschauen, desto sanfter sind die Möglichkeiten.

Was hat die Zunge mit dem offenen Biss zu tun?

Sehr viel. Liegt die Zunge in Ruhe zwischen den Zahnreihen statt am Gaumen oder drückt sie beim Schlucken nach vorn, hält sie die Lücke offen. Deshalb gehören Zungenübungen (myofunktionelle Therapie) fast immer zur Behandlung dazu.

Kann man einen offenen Biss auch bei Erwachsenen korrigieren?

Ja. Auch im Erwachsenenalter lässt sich ein offener Biss behandeln, der Weg hängt von der Ausprägung ab. Welche Möglichkeiten es gibt, liest du in unserem Ratgeber Schiefe Zähne korrigieren: Erwachsene in Berlin.

Ist die Behandlung für mein Kind unangenehm?

Nein, sie ist auf Kinder zugeschnitten. Frühbehandlungen arbeiten mit sanften Kräften und herausnehmbaren Apparaturen, die Übungen sind spielerisch aufgebaut. Und der 3D-Scan ersetzt die früher gefürchtete Abdruckmasse komplett.

Dein nächster Schritt

Wenn dir beim Lachen deines Kindes eine Lücke zwischen den Zahnreihen auffällt, lass sie einfach einmal anschauen. Bei orthoSpace in Berlin-Lichterfelde nehmen wir uns Zeit für eine kindgerechte Untersuchung und eine ehrliche Empfehlung. Vereinbare einfach online oder telefonisch einen Termin. Du findest uns gut erreichbar am Hindenburgdamm, auch für Familien aus Steglitz, Lankwitz und Zehlendorf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim offenen Biss bleibt zwischen den oberen und unteren Schneidezähnen eine Lücke, obwohl dein Kind den Mund schließt. Bei Kindern ist es meist ein frontal offener Biss.

  • Häufigste Ursachen sind Daumenlutschen, der Schnuller und ein Zungendruck gegen die Zähne.

  • Die gute Nachricht: Endet die Lutschgewohnheit früh, kann sich ein lutschoffener Biss oft von selbst zurückbilden.

  • Bleibt die Lücke bestehen, gibt es sanfte Wege: Abgewöhnen, Übungen für Zunge und Lippen und bei Bedarf eine kieferorthopädische Frühbehandlung.

Ein offener Biss beim Kind fällt Eltern oft beim Lachen oder Essen auf: Die Frontzähne treffen nicht aufeinander, zwischen ihnen bleibt ein sichtbarer Spalt. Vielleicht lispelt dein Kind auch oder beißt Brot lieber mit den Seitenzähnen ab. Keine Sorge: Ein offener Biss ist bei Kindern häufig, gut erklärbar und in den meisten Fällen gut behandelbar. In diesem Ratgeber erfährst du, wie er entsteht, wann er sich von selbst zurückbilden kann und wie wir bei orthoSpace in Berlin-Lichterfelde vorgehen.

Was ist ein offener Biss?

Von einem offenen Biss sprechen wir, wenn sich obere und untere Zähne beim Zubeißen nicht berühren und eine Lücke offen bleibt. Bei Kindern betrifft das meist die Schneidezähne: Fachleute nennen das einen frontal offenen Biss. Deutlich seltener liegt die Ursache im Kieferwachstum selbst. Für dich als Elternteil ist vor allem eine Unterscheidung wichtig: Ist der offene Biss durch Gewohnheiten wie Lutschen entstanden oder steckt mehr dahinter? Genau das klärt eine kieferorthopädische Untersuchung.

Die häufigste Ursache: Daumen, Schnuller und die Zunge

In den allermeisten Fällen ist ein offener Biss im Kleinkindalter ein sogenannter lutschoffener Biss. Daumen oder Schnuller liegen über viele Stunden zwischen den Zahnreihen und wirken dort wie ein kleiner Platzhalter: Die Frontzähne können sich nicht vollständig zueinander entwickeln. Zusätzlich spielt die Zunge eine große Rolle. Legt sie sich in die entstandene Lücke oder drückt sie beim Schlucken gegen die Zähne, hält sie den Biss offen, selbst wenn Daumen und Schnuller längst Geschichte sind. Wie sich Lutschgewohnheiten auf Zähne und Kiefer auswirken und wie das Abgewöhnen liebevoll gelingt, haben wir in einem eigenen Ratgeber zusammengestellt: Daumenlutschen und die Zähne.

Kieferorthopäde untersucht einen offenen Biss beim Kind in der Praxis

Welche Folgen kann ein offener Biss haben?

Ein offener Biss ist mehr als eine optische Frage. Mögliche Folgen, wenn er über Jahre bestehen bleibt: Das Abbeißen mit den Frontzähnen fällt schwer, beim Sprechen kann ein Lispeln entstehen, weil die Zunge in die Lücke ausweicht, und häufig atmen betroffene Kinder vermehrt durch den Mund. Auch die Seitenzähne werden stärker belastet, weil sie die gesamte Kauarbeit übernehmen. Wichtig: Nicht jedes Kind entwickelt diese Folgen. Aber je länger die Lücke besteht, desto fester gewöhnen sich Zunge und Muskulatur an das falsche Muster. Deshalb lohnt sich der frühe Blick vom Fachmann.

Die gute Nachricht: Früh erkannt ist vieles umkehrbar

Das Schöne am kindlichen Kiefer: Er ist im Wachstum und damit sehr anpassungsfähig. Endet die Lutschgewohnheit früh, idealerweise im Kleinkindalter, kann sich ein lutschoffener Biss in vielen Fällen von selbst zurückbilden. Der Kiefer holt die Entwicklung nach, die Lücke schließt sich nach und nach. Genau deshalb ist das liebevolle, rechtzeitige Abgewöhnen von Daumen und Schnuller der wichtigste erste Schritt. Bleibt der offene Biss danach trotzdem bestehen oder ist dein Kind schon älter, heißt das nicht, dass etwas versäumt wurde. Es bedeutet nur: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich Unterstützung zu holen.

Wie wird ein offener Biss beim Kind behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach Alter, Ursache und Ausprägung. Sie beginnt fast immer sanft:

Alter und Situation

Was meist im Vordergrund steht

Kleinkind mit Lutschgewohnheit

Liebevolles Abgewöhnen von Daumen oder Schnuller, bei Bedarf unterstützt eine Mundvorhofplatte als Übergangshilfe

Kindergarten- und Vorschulalter

Beobachtung der Entwicklung, myofunktionelle Therapie für Zunge und Schluckmuster, bei Lispeln Zusammenarbeit mit der Logopädie

Wechselgebiss (etwa 6 bis 12 Jahre)

Kieferorthopädische Frühbehandlung mit herausnehmbaren Apparaturen, wenn sich der Biss nicht von selbst schließt

Jugendliche

Gezielte Korrektur, je nach Befund mit Alignern oder fester Zahnspange

Ein zentraler Baustein ist die myofunktionelle Therapie: gezielte Übungen, die der Zunge ihre richtige Ruhelage am Gaumen beibringen und das Schluckmuster trainieren. Ohne dieses Training kehrt der Biss auch nach einer Korrektur leichter in die Lücke zurück. Deshalb behandeln wir beim offenen Biss nie nur die Zähne, sondern immer auch die Muskulatur drumherum.

Myofunktionelle Therapie unterstützt die Behandlung beim offenen Biss des Kindes

So läuft es bei orthoSpace ab

Bei orthoSpace in Berlin-Lichterfelde schauen wir uns dein Kind in Ruhe an: Wie stehen die Zähne, wie liegt die Zunge, wie schluckt und atmet es, gibt es noch eine Lutschgewohnheit? Statt Abdruckmasse nutzen wir einen digitalen 3D-Scan, der auch für kleine Patientinnen und Patienten völlig unkompliziert ist. Danach besprechen wir gemeinsam, ob überhaupt behandelt werden muss, ob wir zunächst beobachten oder ob eine Frühbehandlung sinnvoll ist. Unser Grundsatz: früh erkennen, richtig einschätzen und nur dann behandeln, wenn es medizinisch sinnvoll ist. Mehr über unseren Ansatz für kleine Patienten findest du auf unserer Seite zur Kieferorthopädie für Kinder in Berlin.

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Wächst sich ein offener Biss von selbst zusammen?

Das kann passieren, wenn die Ursache früh verschwindet: Nach dem Abgewöhnen von Daumen oder Schnuller schließt sich ein lutschoffener Biss im Kleinkindalter oft von selbst. Hält die Zunge die Lücke offen oder liegt die Ursache im Kieferwachstum, braucht es in der Regel Unterstützung. Eine fachärztliche Einschätzung gibt dir Klarheit.

Ab wann sollten wir zum Kieferorthopäden?

Spätestens dann, wenn der offene Biss nach dem Abgewöhnen bestehen bleibt, dein Kind lispelt oder das Abbeißen schwerfällt. Grundsätzlich gilt: Eine frühe Kontrolle schadet nie, denn je früher wir hinschauen, desto sanfter sind die Möglichkeiten.

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Ja. Auch im Erwachsenenalter lässt sich ein offener Biss behandeln, der Weg hängt von der Ausprägung ab. Welche Möglichkeiten es gibt, liest du in unserem Ratgeber Schiefe Zähne korrigieren: Erwachsene in Berlin.

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